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Um unser Online-Angebot zu konzentrieren, wird die bisherige Website der Privatsprechstunde Dr. Woltersdorf auf die HNO-Praxis Dr. Woltersdorf in Chemnitz umgeleitet. Aktualisieren Sie bitte Ihre Lesezeichen entsprechend, falls Sie welche gesetzt haben. Danke, Dr. med. Wieland Woltersdorf

HNO-Operationen

In Kooperation mit dem HELIOS Klinikum Aue werden Operationen im Rahmen stationärer Behandlungen durchgeführt. Wir begleiten sie auf diesem Weg teilweise persönlich von der Diagnosestellung bis zum Ende der Therapie.
Ihr ärztlicher Ansprechpartner in der HNO-Praxis Dr. Woltersdorf ist Herr Körner, der zu 50 % als Arzt in der Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie und Plastische Operationen in Aue arbeitet.
Außerdem arbeiten wir mit den HNO-Kliniken Chemnitz, Stollberg, Plauen und mit ambulant operierenden HNO-Ärzten kollegial zusammen. Der Patient entscheidet, wo er operiert werden will.

Wir haben Spezialisten für:

  • Ohr-Operationen
  • Operationen an Hals und Kehlkopf
  • Schilddrüsen-Operationen
  • Operationen bei Schlaf-Apnoe-Syndrom
  • Mandelentfernung (Tonsillektomie)
  • Polypenentfernung (Adenotomie)
  • Operationen an der Nase und Nasennebenhöhlen

Kopf-Hals-OP

In der Embryonalentwicklung jedes Menschen bilden sich Gänge, durch die Organe „wandern“. Diese Gänge bilden sich fast immer zurück, manchmal aber eben nicht ganz vollständig. Halszysten sind Überreste dieser Gänge und können sich im Jugend- oder mittleren Alter mit Sekret füllen. Erst, wenn man sie dadurch bemerkt, kann man eigentlich von einer Zyste sprechen. Oft werden die Zysten aber auch im Kindesalter symptomatisch bzw. entdeckt.

Man muss solch eine Zyste nicht unbedingt entfernen. Die Gefahr besteht meist in der Entzündung oder in der am Hals unschönen Größe und Auffälligkeit. Es ist aber unumgänglich, dass bei der OP durch den notwendigen Schnitt in die Haut eine Narbe entstehen wird. Durch feines Nahtmaterial und Intrakutannaht  versuchen wir, die Narbe so unauffällig wie möglich zu halten. Bei der medianen Halszyste muss immer auch der mittlere Teil des Zungenbeines entfernt werden (ansonsten Rezidivgefahr), was jedoch keine weiteren Folgen nach sich zieht.

OP in Vollnarkose, Klinikaufenthalt ca. 4 Tage

Wie unter Speichelsteinentfernung erwähnt, ist die häufigste Ursache für die Notwendigkeit zur Entfernung der Unterkieferspeicheldrüse der drüsennahe Speichelstein.

Wenn der Stein nicht über den Mund zu entfernen ist und zu groß ist, um spontan abzugehen, dann muss im Zweifelsfall die komplette Drüse entfernt werden. Bei der Unterkieferspeicheldrüse wird der Hautschnitt ca. 3 cm unterhalb und parallel der Unterkieferkante geführt, damit der Mundast der mimischen Muskulatur nicht verletzt wird, die Drüse wird vollständig entfernt und der Ausführungsgang vor Abtrennung mit 2 Nähten verschlossen. Weitere Gründe für die Entfernung der Unterkieferspeicheldrüse sind Tumoren und chronisch unspezifische Entzündungen.
Die Entfernung einer Speicheldrüse führt in der Regel nicht zu einer Austrocknung bzw. mangelnden Produktion von Speichel.

OP erfolgt in Vollnarkose mit etwa 4 Tagen Klinikaufenthalt.

Bei durch Größenzunahme auffälligen Lymphknoten am Hals kann nur der Pathologe eine Diagnose stellen. Daher muss im Zweifelsfall der suspekte Lymphknoten entfernt und zur Begutachtung in die Pathologie geschickt werden.

Meist erfolgt der Eingriff ambulant mit lokaler Betäubung.

Lipome sind gutartige Fettgeschwülste, die meist erst bei ästhetischer Störung entfernt werden. Wichtig ist die vollständige Entfernung, da sonst Rezidivgefahr besteht.

Atherome (Grützbeutel) sind verstopfte Talgdrüsen, die als kleine Knötchen im Unterhautfettgewebe tastbar sind. Meist stören sie erst, wenn sie sich entzünden. Nur die vollständige Entfernung schafft Abhilfe, allerdings kann man im entzündeten Zustand nicht operieren.

OP im Bereich Mund, Rachen, Nasenrachen

Im Nasenrachen befindet sich die Nasenrachenmandel (Adenoide, im Volksmund Polypen genannt, sind eigentlich keine Polypen, sondern lymphatisches Gewebe, aus dem z.B. auch die Gaumenmandeln oder der Blinddarm besteht). Da das Immunsystem bei kleineren Kindern erst noch geprägt wird, ist das lymphatische Gewebe sehr aktiv und daher die Nasenrachenmandel oft relativ groß, aber der Nasenrachen selbst relativ klein.

Daher kommt es oft zur Nasenatmungsbehinderung mit offen stehendem Mund, Schnarchen, ständig laufender Nase, Mittelohrergüssen bis hin zur eitrigen Mittelohrentzündung. Wenn die Nasenrachenmandel den Eingang zur eustachischen Röhre blockiert, fehlt die Belüftung des Mittelohrs und die Schleimhaut produziert sterilen Schleim. Dann hören die Kinder schlechter, haben aber kaum Schmerzen. Wenn allerdings Bakterien ins Mittelohr kommen, entsteht die eitrige Mittelohrentzündung, die mit sehr starken Schmerzen verbunden ist. Bei über längere Zeit bestehenden Beschwerden dieser Art muss oft die Entfernung der Nasenrachenmandel empfohlen werden.

Dieser Eingriff erfolgt immer ambulant in Vollnarkose, d.h. man kommt morgens mit seinem Kind in die Klinik und kann am frühen Abend wieder nach Hause fahren.

Da oft Probleme im Mittelohrbereich im Vordergrund stehen, wird im gleichen Eingriff meist auch ein Schnitt ins Trommelfell gemacht (Parazentese) und bei Notwendigkeit ein Paukenröhrchen eingesetzt.

Bei Kindern kommt es häufiger, aus den gleichen Gründen wie bei der Nasenrachenmandel (Adenotomie) schon beschrieben, zur Vergrößerung auch der Gaumenmandeln. Dies kann zu Problemen bei der Nahrungsaufnahme bis hin zu Schnarchen und sogar Atemaussetztern während des Schlafes führen.

Da man den Gaumenmandeln eine Bedeutung während der Immunprägung zuschreibt, möchte man die Mandeln nicht vollständig entfernen, aber die durch die Größe der Mandeln entstehenden Beschwerden beseitigen. Deshalb entfernt man unter Verwendung der Radiofrequenztherapie schonend und mit geringer Narbenbildung ca. 60 % des Mandelgewebes. Vorteile gegenüber der vollständigen Entfernung der Mandeln: Erhalt der Mandel und dessen Funktion für das Immunsystem, extrem geringes Risiko der Blutung und Nachblutung.

Ambulanter Eingriff, kaum Schmerzen, . Meistens erfolgt die Entfernung der Nasenrachenmandel / Adenotomie im gleichen Eingriff.

Bei häufig wiederkehrenden eitrigen Entzündungen der Mandeln muss oft eine Entfernung der Mandeln empfohlen werden. Die Mandeln bestehen aus lymphatischen Gewebe und sind wichtig während der kindlichen Prägung des Immunsystems.

Bei Erwachsenen kann man davon ausgehen, dass das Immunsystem geprägt ist und die Mandeln daher keine wirkliche Funktion mehr haben, deshalb vernarben und schrumpfen sie. Eine Entfernung der Mandeln jenseits des 14. Lebensjahres hat daher keine negativen Folgen für das Immunsystem.

Hauptprobleme nach Mandelentfernung sind Schmerzen und Nachblutungen. Auch Techniken wie Coblation, Laser, Radiofrequenztechnik und andere konnten eine Verringerung von Schmerzen und/oder Nachblutungsrate nicht nachweisen. Auch die Vernähung der Gaumenbögen bringt meines Erachtens keine Verbesserung, da die Schleinhaut erstens sehr weich und daher nicht zugfest ist und zweitens die Nähte durch Schlucken, Sprechen, Gähnen Husten usw. einer hohen mechanischen Belastung ausgesetzt sind und daher meist ausreißen. Ich verwende daher die konventionelle, seit 100 Jahren bewährte Technik der stumpfen Ausschälung der Mandeln.

Man kann sich den Zustand nach der OP wie eine Schürfwunde vorstellen, bei der man am besten die Wunde ruhig stellen und verbinden würde, nach 2 Wochen würde das tote Schutzgewebe abfallen und die Haut darunter verheilt sein. Leider kann man im Mund weder einen Verband verwenden noch ruhig stellen, da man wie oben bereits erwähnt die mechanische Belastung durch Schlucken, Kauen, Sprechen usw. nicht verhindern kann. Durch diese mechanische Belastung lösen sich manchmal die Wundkrusten bevor die darunter liegende Schleimhaut verheilt ist und dann blutet es nach – man spricht daher auch von Belaglösungsblutungen. Diese Nachblutungen treten deshalb immer etwa zwischen dem 4. und 12. Tag nach der Operation auf, wenn sich nämlich die Wundbeläge lösen.
Wie viele Beläge sich bilden, wie dick die Beläge sind, ob es blutet wenn sich die Beläge lösen, ob es von alleine wieder aufhört zu bluten, das weiß man leider vorher nicht und kann daher auch keine Vorhersagen treffen. In der Literatur wird meist ein Blutungsrisiko von ca. 4-6 % angegeben. Wenn es um Zahlen geht, stellt sich auch immer die Frage, ab wann ist es denn eine Nachblutung und kann ich sicher alle Nachblutungen erfassen oder entgeht mir auch mal eine. Am Ende muss der Patient für sich selbst Risiken und Nutzen gegeneinander abwägen und eine Entscheidung treffen. Ich hoffe, dass ich bei dieser Entscheidung helfen kann.

Tonsillektomie (Mandelentfernung) immer in Vollnarkose, Klinikaufenthalt ca. 6 Tage

Die großen Speicheldrüsen sind die Ohrspeicheldrüse (Glandula parotidea) und die Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis). In den Ausführungsgängen dieser Drüsen (Wange und unter der Zunge) können sich Kristalle oder Steine bilden, die über die Zeit größer werden und den Abfluss des Speichels behindern können, Dies führt dann zu Schwellung der Drüsen und zu Schmerzen, vor allem beim Essen.

Wenn der Stein vom Mundraum aus zu erreichen ist, kann man bei lokaler Betäubung den Ausführungsgang selbst eröffnen und den Stein entfernen. Dieser Eingriff ist unsteril und kann daher ambulant durchgeführt werden. Wenn der Stein nah der Drüse selbst, also nicht im Ausführungsgang ist, kann man ihn nicht mehr vom Mundraum aus entfernen und muss daher im Zweifelsfall die ganze Drüse entfernen. Dazu mehr unter den Eingriffen am Hals.

Bei gutartigen Tumoren erfolgt die Entfernung meist bei lokaler Anästhesie und per Radiofrequenztherapie (dann ist meist keine Naht notwendig). Bei größeren Befunden oder ungünstiger Lage kann eine Vollnarkose notwendig sein. Bei wahrscheinlich bösartigen Tumoren wird erst eine Probe in lokaler Betäubung entnommen und zum Pathologen geschickt. Größere bösartige Befunde werden meist zur weiteren Behandlung in eine der großen Kliniken überwiesen, die sich darauf spezialisiert haben.

Kehlkopf-OP

Bei der Mikrolaryngoskopie wird mit dem Mikroskop der Kehlkopf eingesehen und krankhafte Prozesse können so exakt und unter Schonung des gesunden Gewebes mit speziellen Instrumenten entfernt werden. Wenn nötig kann ein CO2-Laser verwendet werden.

So können Stimmbandpolypen, Zysten, Stimmbandknötchen, Reinkeödem, Papillome und andere Prozesse im Bereich des Kehlkopfes, der Stimmbänder, des Zungengrundes und des Sinus piriformis entfernt werden. Bei Verdacht auf eine bösartige Erkrankung werden Proben genommen, um die Diagnose stellen zu können. Erst wenn der Pathologe die Diagnose bestätigt, kann das weitere Vorgehen besprochen werden.

Die Operation erfolgt immer mit Vollnarkose, Klinikaufenthalt ca. 3-4 Tage

Nasen-OP

Plastische Begradigung bzw. Rekonstruktion der Nasenscheidewand bei chronischer Nasenatmungsbehinderung. Fast immer in Kombination mit Radiofrequenztherapie der Nasenschwellkörper.

OP erfolgt in Vollnarkose, etwa 4 Tage Klinikaufenthalt

Verkleinerung bzw. Schrumpfung der Nasenschwellkörper (Nasenmuscheln, Concha inferior) bei chronischer Nasenatmungsbehinderung mittels Radiofrequenztherapie (Applikation durch Spezialnadeln ohne größere Verletzung der Schleimhaut, es werden die Blutgefäße im Schwellkörper verödet, dadurch schrumpft dieser und schwillt auch nicht mehr so stark an).

Nur in sehr extremen Fällen ist eine Verkleinerung der Schwellkörper durch Herausschneiden von ganzen Teilen des Schwellkörpers notwendig. In vielen Fällen ist die alleinige Radiofrequenztherapie der Schwellkörper ausreichend und eine Septumplastik kann vermieden werden. Dies muss im Einzelfall besprochen und entschieden werden.

OP ohne Septumplastik erfolgt ambulant bei lokaler Betäubung.

OP bei Schnarchen und Schlafapnoe (OSAS)

Wie unter Schnarchen (Rhonchopathie) erklärt, sollte primär immer eine Schlafuntersuchung erfolgen. Alle konservativen Möglichkeiten sollten ausgeschöpft und nicht ausreichend in der Wirkung oder intolerabel sein, der Leidensdruck sollte hoch sein und die anatomischen Verhältnisse müssen erfolgversprechend sein. Im Idealfall sollte im Vorfeld durch eine diagnostische Schlafendoskopie geklärt werden, ob der Gaumensegel/Mandelbereich auch sicher die hauptsächliche Schallquelle des Schnarchgeräusches und oder des Kollapses bei den Atemaussetzern ist. Nur durch die Schlafendoskopie kann eine eindeutige und präzise Indikation gestellt werden und die Erfolgsquote optimiert werden.
Es ist so, dass die Erfolgsquote auch nach optimaler Vorbereitung und Diagnostik nicht 100 % ist.

Wenn man sich für eine Operation entscheidet, sollte man ca. 2 Wochen Arbeitsunfähigkeit einplanen, die Risiken des Eingriffes sind die gleichen wie bei einer Mandelentfernung (Tonsillektomie).
Die OP erfolgt mit Mandelentfernung bei Vollnarkose, Klinikaufenthalt: 6 Tage.
Ohne Mandelentfernung ist eine ambulante OP bei lokaler Betäubung möglich.

Wie unter Schnarchen (Rhonchopathie) erläutert, handelt es sich bei diesem Eingriff um eine minimalinvasive Technik. Es wird mit jeweils speziellen Nadeln an drei verschiedenen Stellen Radiofrequenzenergie appliziert, um eine Schrumpfung und Versteifung des Gewebes zu erreichen. Die Nadeln sind dünner als z.B. eine Nadel mit der man Blut abnimmt. Man behandelt hiermit den Zungengrund, das Gaumensegel im muskulären Anteil und die Nasenschwellkörper.

Der Eingriff dauert nur etwa 15 Minuten, daher kann man diese OP ambulant bei lokaler Betäubung durchführen.
Wenn man die OP mit der oben erwähnten UPPP mit Mandelentfenung kombiniert, erfolgt die OP natürlich bei Vollnarkose und 6 Tagen Klinikaufenthalt.

Nasennebenhöhlen-OP

Häufigste Ursache einer chronischen bzw. chronisch rezidivierenden (immer wieder auftretenden) Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) ist eine anatomische Enge der natürlichen Zugänge zu den Nasenebenhöhlen. Die Schleimhaut in den Nebenhöhlen braucht Belüftung.

Ziel der Nasenenebenhöhlenchirurgie ist daher, die Optimierung der Anatomie bzw. die zurückhaltende, aber effiziente Erweiterung der natürlichen Belüftungswege der Nasenenebenhöhlen. Im Gegensatz zu früheren Ansätzen hat man erkannt, dass die Flimmerhärchen (Zilien) auf der Schleimhaut essentiell für eine natürliche Selbstreinigung der Nebenhöhlen sind. Deshalb ist es kontraproduktiv, möglichst viel Schleimhaut zu entfernen, sondern im Gegenteil geboten, möglichst viel Schleimhaut zu erhalten. Daher spricht man von minimalinvasiver Technik.

Anhand der individuellen anatomischen Verhältnisse, welche in einer Computertomographie (CT) beurteilt werden können, wird entschieden, welche Bereiche (Kieferhöhle, Siebbein, Stirnhöhle, Keilbeinhöhle) operiert werden müssen. Bei Patienten mit Polypen in Nase und Nebenhöhlen muss bedacht werden, dass man zwar die Polypen operativ entfernen kann, die Veranlagung des Patienten zur Bildung der Polypen aber nicht beeinflussen kann. In solchen Fällen kann man nicht sicher beurteilen, ob und wann die Polypen wiederkommen werden.
Deshalb operiert man eher spät bzw. erst, wenn der Leidensdruck der Patienten hoch wird und konservative Methoden nicht mehr helfen.

OP immer mit Vollnarkose, ca. 4 Tage Klinikaufenthalt

Dies ist eine neue Methode, die besonders in der Stirnhöhlen-Chirurgie empfehlenswert ist. Wie oben erwähnt, kommt es ja auf den freien Zugang an. Die Stirnhöhle hat meist einen eher rundlichen Zugang. Deshalb neigt bei Verletzung der Schleimhaut dieses Zuganges die Narbe oft zu einer konzentrischen Schrumpfung und daher erneuten, diesmal narbigen Verengung.

Die Ballon-Sinuplastik ist die gleiche Technik wie bei Kathetertechniken der Blutgefäße. Es wird ein dünner Führungsdraht (Katheter) in die Stirnhöhle vorgeschoben. Entlang dieses Drahtes wird ein Ballon in den Zugangsbereich der Stirnhöhle geschoben und dann der Zugang durch Luftdruck aufgedehnt. Vorteil: Die Schleimhaut wird so gut wie nicht verletzt und dadurch narbige Verengungen nahezu ausgeschlossen. Nachteil: Selten verengt sich der Zugang trotzdem wieder und man muss den Eingriff wiederholen.

Die Ballon-Sinuplastik ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.

Im Bereich der Kieferhöhlen, Keilbeinhöhlen und der Siebbeine hat die Ballon-Sinuplastik meines Erachtens nach keinen Vorteil gegenüber der konventionell endoskopischen Technik.

Ohr-OP

Rekonstruktion des Trommelfells und/oder der Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss, Steigbügel) bzw. Einlage einer Prothese zur Wiederherstellung des Hörvermögens. Bei Cholesteatom primär Entfernung der Knocheneiterung mit anschließender Rekonstruktion des Trommelfelles und hörverbessernden Maßnahmen (oft in einem zweiten Schritt).

Genauere Details zum individuellen Eingriff kann man nur nach der Untersuchung und am Modell in der Praxis anschaulich erklären.

OP meist in Vollnarkose, Klinikaufenthalt ca. 4 Tage

Bei Otosklerose: Entfernung des versteiften/verknöcherten Steigbügels und Wiederherstellung des Hörvermögens durch Einsatz einer Steigbügelprothese, welche am Amboss befestigt wird.

OP kann in lokaler Betäubung oder in Vollnarkose erfolgen, Klinikaufenthalt ca. 4 Tage

Entfernung von entzündetem Gewebe und Erweiterungsplastik des äußeren Gehörganges bei Gehörgangsexostosen oder anderweitig verengtem Gehörgang bis hin zum Gehörgangscholesteatom.

OP erfolgt in Vollnarkose, Klinikaufenthalt ca. 4 Tage

Die meisten aller Probleme im Mittelohrbereich entstehen primär durch eine sogenannte Belüftungsstörung. Die eustachische Röhre verbindet den Nasenrachen mit dem Mittelohr und ist meist verschlossen. Nur beim Schlucken, Kauen und Gähnen geht sie auf und es kommt Luft ans Mittelohr (das bemerkt man beim Höhenwechsel oder im Flugzeug, dagegen hilft Kaugummi kauen, Bonbons lutschen oder gähnen). Wenn die Mittelohrschleimhaut gar keinen Luftkontakt bekommt weil die eustachische Röhre nicht funktioniert, dann produziert sie einen sterilen Schleim. Man hört dann schlechter, es verursacht aber zunächst keine Schmerzen.

Bei Kindern ist die Ursache meist eine zu große Nasenrachenmandel (im Volksmund Polypen genannt). Bei Erwachsenen ist die häufigste Ursache eine Viruserkältung mit Schnupfen, bei der die Schwellung auf die eustachische Röhre übergreift. So eine Belüftungsstörung kann aber auch anatomische Gründe haben bzw. veranlagungsbedingt und dauerhaft sein. Wenn dann noch Bakterien dazu kommen, entsteht die eitrige Mittelohrentzündung, welche dann zu sehr starken Schmerzen führt. Diese Probleme entstehen nur dann, wenn das Mittelohr nicht genug Luftkontakt bekommt.

Die Parazentese mit Paukenröhrchen- oder Paukendrainageneinlage dient dazu, bei ungenügender Belüftung des Mittelohres über die eustachische Röhre die Luft über eine Öffnung im Trommelfell ins Mittelohr zu leiten. Das Paukenröhrchen wird nur dann verwendet, wenn eine Belüftung über einen längeren Zeitraum (meist 3-6 Monate) notwendig wird, da der Schnitt der Parazentese ohne Paukenröhrchen innerhalb weniger Tage wieder zuheilt und das Trommelfell dann wieder keine Luft durchlässt.

Ambulanter Eingriff, bei Kindern mit Vollnarkose, bei Erwachsenen mit lokaler Betäubung.

Chirurgische Entfernung von Haut-Tumoren im Bereich des Ohres mit plastischer Rekonstruktion der Haut und/oder Ohrmuschel.

Diese Operation wird meist ambulant mit lokaler Betäubung durchgeführt.

Rekonstruktion des Ohrläppchens nach „Flesh-Tunnelung“, Entzündungen, „gerissenem" Ohrläppchen und ähnlichen Verletzungen.

Diese Operationen können über die Krankenkasse abgerechnet werden, es entstehen Ihnen keine zusätzlichen Kosten.

Diese Operation ist ambulant mit lokaler Betäubung möglich.