Speicheldrüsenentzündung

Eine Speicheldrüsenentzündung, auch Sialadenitis genannt, wird in der Regel durch Bakterien oder durch Viren verursacht. Häufig wird sie durch Abflusshindernisse, wie Speichelsteine begünstigt. Eine Sialadenitis geht mit schmerzhaften Schwellungen der Drüsen einher. Die häufigste und auch bekannteste Speicheldrüsenentzündung ist Mumps („Ziegenpeter“).

Therapie

Mit speichelanregenden Mitteln, so genannten „Sialogoga“ (z.B. Bonbons, Kaugummis, Zitronen und saure Säfte), wird die Speichelproduktion gesteigert, um die Drüsen zu reinigen. Häufig gehen dabei kleine Speichelsteine ab. Eine bakterielle Speicheldrüsenentzündung wird mit Antibiotika behandelt. Schmerzen werden mit schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamenten (z.B. Paracetamol oder Ibuprofen, Acetylsalicylsäure) gemindert. Kühlende Umschläge lindern die Schmerzen und wirken abschwellend. Wichtig ist auch ausreichend Flüssigkeit zu trinken, weiche Nahrung zu essen und eine regelmäßige Mundpflege durchzuführen. Die Entfernung von Speichelsteinen richtet sich nach deren Größe und Lage. Liegt der Stein weit im Drüsengewebe, kann er mit einer so genannten extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie zertrümmert werden. Sind mehrere Steine vorhanden, erfolgt die Entfernung durch ein Endoskop mit Körbchen oder Zertrümmerung und Ausspülung. Kommt es wiederholt zu Entzündungen der Gesichtsspeicheldrüse, ist die komplette operative Entfernung der Drüse angezeigt.